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Programm der Einkehrtage allgemein | Zum Haus


Die Gemeinschaft Johannes des Täufers

Die Gemeinschaft des hl. Johannes des Täufers (bis 1999: Bruderschaft des heiligen Johannes des Täufers) ist eine Gruppierung von Frauen und Männern, die sich 1968 in der Christkatholischen Kirche der Schweiz gebildet hat mit dem Ziel, zur kirchlichen Erneuerung im gottesdienstlichen Leben beizutragen.

Ihre Mitglieder befolgen eine einfache Regel.

Sie bietet darüber hinaus zweimal im Jahr im Kloster Namen Jesu in Solothurn (→ Karte) Retraiten an, die für alle interessierten Menschen offen sind.

Gegründet im Sommer 1968 mit dem Segen des Bischofs der Christkatholischen Kirche der Schweiz

Erstes Generalkapitel am 31. August 1968

Die Gemeinschaft des hl. Johannes des Täufers entstand im August 1968 – noch unter dem früheren Namen «Bruderschaft» – auf Grund einer Initiative der drei Solothurner Christkatholiken Andreas Amiet, Margret Koch und Urs von Arx. Sie gewannen den Oltner Pfarrer Franz Ackermann als Rektor (bis 1980), d.h. als geistlichen Leiter, und erhielten für das Anliegen der Gemeinschaft auch den ausdrücklichen Segen des damaligen Bischofs Urs Küry. Das war insofern von Bedeutung, als Gebetsvereinigungen weithin als etwas galten, das mit der stark gemeindeorientierten christkatholi-schen Mentalität nicht vereinbar war, und überdies im Geruch der Frömmelei standen.

Das Ziel der Gemeinschaft ist, einen Beitrag zur «kirchlichen Erneuerung im gottesdienstlichen Leben» zu leisten. Konkret machen sich die Mitglieder gemäss den immer noch geltenden Statuten Folgendes zur Regel:

  • den Besuch der liturgischen Feiern der Kirchgemeinde am Sonntag, je nach örtlicher Möglichkeit,
  • das tägliche Gebet der Laudes oder der Vesper – für sich allein oder nach Möglichkeit in der Gemeinschaft – nach dem Formular, welches das Kapitel (die dreiköpfige Leitungsgruppe) bezeichnet,
  • die Teilnahme an gemeinsamen Retraiten.

Seitdem sind über vierzig Jahre vergangen. Ihr Anliegen der Erneuerung der Kirche – Kirche sind wir, die Getauften in der vom Geist Gottes geschaffenen Christuswirklichkeit – aus der Kraft des Gebetes ist immer aktuell.

Für das tägliche Morgen- oder Abendgebet diente bis 1982 ein sog. Volksbrevier in deutscher Sprache: das vom Benediktiner Hildebrand Fleischmann herausgegebene «Officium Divinum parvum». Ende 1982 übernahm die Gemeinschaft das neugeschaffene «Kleine Stundenbuch» der deutschsprachigen römisch-katholischen Bistümer. Für die verwendeten drei Teile (Jahreskreis, Advent und Weihnachtszeit, Fastenzeit und Osterzeit) gibt es Einführungstexte und Einlageblätter. Damit ist ein im Aufbau einfaches und doch textlich reichhaltiges Beten möglich; allerdings – das sei nicht verschwiegen – kann die Hantierung mit dem Buch auch abschrecken. Die Gemeinschaft ist daran, eine einfachere Form zu finden, die dennoch in der Tradition des kirchlich-gemeinschaftlichen Betens verankert ist.

Die Glieder der Gemeinschaft treffen sich jedes Jahr um den 24. Juni, dem Tag der Geburt des hl. Johannes des Täufers, zum Generalkapitel (der Jahresversammlung). Dieses wird gerahmt durch eine Eucharistiefeier am Morgen und eine Vesper am späteren Nachmittag; neben den kurzen statutari-schen Geschäften wird in der Regel mit einem Impulsreferat ein Thema zu einer Aussprache eingeleitet. Das Generalkapitel findet seit 1997 in Solothurn (Franziskanerkirche und Kirchgemeindehaus) statt.

Die Gemeinschaft organisiert im weiteren im Herbst und im Frühling je eine Retraite. Diese Einkehrtage – früher dauerten sie zweieinhalb, seit 2001 anderthalb Tage – sind ausdrücklich auch offen für Menschen, die nicht formell Mitglieder sind, aber das Anliegen der Gemeinschaft im weiteren Sinn teilen und mit ihr etwas an christlicher religiöser Reflexion und Erfahrung suchen. An den Einkehrtagen vermitteln Referenten und Referentinnen aus der eigenen oder einer anderen Kirche immer wieder neue Aspekte und Einsichten in das, was Leben im Glauben im weitesten Sinn heisst.

Ein besonderes Gepräge erfahren die Retraiten einmal durch ihre Einbettung in das gemeinsame Gebet in den Gottesdiensten, welche das Zusammensein strukturieren, dann aber auch durch den besonderen Ort, wo diese stattfinden. Von 1968 bis 2001 waren die Retraiten (mit drei Ausnahmen) im Franziskushaus in Dulliken untergebracht. Seitdem finden sie im Kloster Namen Jesu in Solothurn statt, wo die Kapuzinerinnen die Gemeinschaft gewissermassen adoptiert haben. Der warme accueil ist ein Element dessen, worum es in der Kirche grundlegend geht.

Im Blick auf das Generalkapitel und die beiden Retraiten / Einkehrtage erhalten die Mitglieder der Gemeinschaft und andere interessierte Personen ein Mitteilungsblatt, das auf die besondere Thematik der Zusammenkunft einführt.

Die Gemeinschaft hat für ihren Dienst für die Kirche noch nie einen einzigen Rappen vom Bistum beansprucht; alle Auslagen werden von Spenden der Mitglieder und Gäste getragen.

Im Rückblick ist noch eine Initiative der Gemeinschaft des hl. Johannes des Täufers zu erwähnen. Die aus ihrer Mitte entstandene «Arbeitsgemeinschaft für ein christkatholisches Offizium» (AGO) hat in den Jahren 1970-1978 auf 55 z.T. mehrtägigen Arbeitssitzungen Vorlagen für die grossen (Vesper und Laudes) und kleinen Tagzeiten (Terz, Sext, Non, Komplet) erarbeitet. Publiziert wurde 1978 «Die Komplet. Das Gebet zum Tagesabschluss» und 1980 – herausgegeben von der Kommission für die Revision der liturgischen Bücher (Revko) – das «Vesperbuch» (das blaue Ringbuch im Querformat). Ein kleiner Teil der Arbeit der AGO ist in das neue Christkatholische Gebet- und Gesangbuch (CG I und CG II) eingegangen.

Die Gemeinschaft des hl. Johannes wird von einem Kapitel geleitet. Es besteht zur Zeit aus:

Prof. Urs von Arx, 3097 Liebefeld BE, Rektor
Sibylle von Arx, 4600 Olten SO, Sekretärin
Annette Studer, 4513 Langendorf SO, Kassierin.

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Programm der Einkehrtage allgemein

Samstag

ab   11.00 Uhr  Ankunft der Teilnehmenden gemäss persönlicher Anmeldung

11.45          Mittagsgebet (mit den Schwestern – fakultativ)

12.00          Mittagessen

14.00          Non oder Schweigen (fakultativ)

14.15          Thema

15.45          Tee oder Kaffee

16.15          Thema (bis 17.30)

17.45          Abendessen

19.00          Vigil (mit den Schwestern)

Sonntag

07.30 Uhr   Laudes (mit den Schwestern)

08.00          Frühstück

09.00          Eucharistiefeier

10.15          Thema

11.45          Angelus

12.00          Mittagessen (mit den Schwestern)

14.15          Non oder Schweigen (fakultativ)

14.30          Thema (bis 15.30)

16.00          Feierliche Vesper (mit den Schwestern)

Anmeldung
Bei Frau Annette Studer-von Arx, Königshofweg 3, 4513 Langendorf; oder per Telefon (032 622 20 78) bzw. E-Mail (annette.studer@gmx.net). Bitte nach erfolgter Ausschreibung jeweils rasch anmelden (beschränkte Platzzahl).

Bitte angeben, wer am Hauptbahnhof Solothurn mit dem Auto abgeholt werden möchte.

Kosten
Die ganze Retraite mit Übernachtung im Einzelzimmer und vier Mahlzeiten kostet CHF 130.00.

Die Gemeinschaft ist bereit, bis zu drei Jugendliche, die sich für die Retraite interessieren, finanziell zu unterstützen und die Unkosten ganz oder teilweise zu übernehmen.

Mitnehmen
Das Christkatholische Gebet- und Gesangbuch (CG)

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Zum Haus

Unser Ort für die Retraiten und Einkehrtage
ist seit 2002 das Kloster Namen Jesu (Nominis Jesu),
Herrenweg 2, 4500 Solothurn (Tel. 032 622 48 06). → Karte
Die Gemeinschaft der Kapuzinerinnen heisst uns herzlich
willkommen.

Das Kloster kann vom Hauptbahnhof mit dem Bus Linie
4 (Richtung Rüttenen) bequem erreicht werden: Haltestelle
„Bergstrasse“ (Abfahrt jeweils 17 bzw. 47, Ankunft
jeweils 25 bzw. 55 nach der vollen Stunde). → SBB Fahrplan, bitte hier klicken

Ein Teil der Klostergebäulichkeiten, in denen wir seit dem März 2002 zu unseren Retraiten zusammenkommen, ist von einer neuen Trägerschaft namens «Porta secunda» übernommen und renoviert worden (unter https://porta-secunda.ch sind nähere Informationen abrufbar).

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